
Die Meute nach dem Football-Spiel:
Shawon, Adrian, Michselbst und Chris (mein Roomate, aka. Pun)
Ich habe mein erstes Thanksgiving gut ueberstanden und bin heute erst wieder aus Woodbridge, VA gekommen. Jetzt sitze ich vor meinem Computer und versuche diese erlebnisreichen Tage Revue passieren zu lassen. Nachdem Dienstag die Uni aus war und alle Kinder schon ganz aufgeregt gewesesn sind, sind dann auch wir endlich Richtung Woodbridge, VA aufgebrochen, wo wir die naechsten Tage inmitten der Feuerwehrleute residieren sollten. Wir, das waren michselbst, Shawon (mein RA), Adrian (der oberverpeilte Stoner-Ire) und Chris (aka Pun, da man eine gewisse Aehnlichkeit mit dem gleichnamigen Rapper nicht leugnen kann).
Woodbridge ist so ungefaehr 20 Minuten von Washington, D.C. entfernt und beheimatet die sogenannten „Woodies“. O-Ton Chris: They are all fucked up in the head und da hatte er definitiv recht, denn Woodbridge beheimatet ganz schoen viele Rednecks oder wie ich zu sagen Pflege „Vorstadtvoegel“, die gerne permanent den ortsansaessigen 7-11 blockieren oder sich in den ekeligsten Spelunken dieser Vorstadtidylle schon morgens das Natti-Light (wohl das schlecheste Bier) reinschergeln. Ganz so unbeliebt sind die „Woodies“, denn dann aber doch nicht, sorgen diese doch ab und zu fuer Abwechslung in der Feuerwache, denn nach dem 12 Bierchen wird so mancher Versuch ueber die vierspurige Strasse zu wackeln mal ganz schnell zum „Human-Frogger“ (O-Ton Chris) und dann muessen halt die Ueberreste eingesammelt werden…
Die Zeit in der Feuerwache war aber der absolute Hammer und ich kann gar nicht so viel aufschreiben, denn hier ging definintiv ein Jugendtraum in Erfuellung (neben Polizist, Opas Lieblingssoldaten und Zivi for Life). Die meisten Feuerwehrleute arbeiten freiwillig in der Feuerwache und verbringen trotzdem fast ihre komplette Freizeit in dieser. Dort herrschte immer gute Laune und permanent wurde irgendjemanden entweder das Bett mit Abdeckfolie verschonert oder arteten jegliche Essensversuche in Food-Fights aus. Thanksgiving war sehr nett, denn zunaechst haben wir bei Chris Mama sone Art Fruehstucks-Thankgiving gehabt und dann zwei Stunden spaeter nochmal in der Feuerwache. Ich mag Truthahn und Truthahn mag mich, wobei ich getreu der alten Weisheit eines ehemaligen Freundes meiner Brueder nur nicht mag, wenn es nichts gibt und alles alles sehr lecker fand. Am Abend waren wir dann noch in einer gammeligen Kaschemme und der Ire hat sich gefreut, dass er sich aufgrund seines gefaelschten Ausweises mal wieder einen schwurgeln konnte. Nur warum er dies gerade mit Corona tun musste wird wohl fuer immer sein Geheimnis bleiben..
Der naechste Tag begann mit einer Partie „Two-Hand-Touch-Football“, was aber sehr schnell zum Vollkontaktzeitvertreib werden sollte. Leider sprang waehrend dieses Spiels ein besonders praechtiger Dickmops auf mich und noch jetzt tut mir alles weh (Auauau). Am Abend sind wir dann nach Georgetown gefahren, wo wir uns dann spaeter mit der Duke-Crew getroffen haben. Die Duke-Crew fand die erste Location aber voll doof, ey und ist dann in ein tausend Mal schoeneres Siff-Loch gezogen…aber der Drang nachBier war wohl staerker… War aber trotzdem ein cooler Tag und am naesten Tag sollte der Aufenthalt noch getoppt werden. Denn dann durfte ich mit auf einen Einsatz und dass auch noch auf der Engine, das ist das allergroesste Fahrzeug aus deren Fuhrpark und wenn ich sage das allergroesste Fahrzeug, dann koennen sich mal alle kleinen deutschen Loeschwagen ganz schnell verstecken… Zum Einsatz ging es volle Moehre durch den Verkehr und mit Sirene und allem Zubehoer.
Der Einatz wurde durch einen 350 Pfund- Riesen ausgeloest, der ohne Helm auf einem Quad unterwegs war, leider hatte der Pechvogel eine geoffenet Tuer eines LKW uebersehen. Der sah danach ganz schoen matsche aus, hat das ganze aber dann doch ziemlich „gut“ uberstanden, wenn man mal davon absieht, dass jeder Knochen in seinen beiden Armen mehrfach gebrochen war, er aber sonst noch weiter unter uns weilen darf…
I AM BACK ON THE TRACK…