Gerade von einem supergenialen Trip nach Washington, DC wiedergekommen! Hier schonmal ein paar visuelle Eindruecke. Bin schoen mit dem Greyhound nach DC gebraust und habe da zwei sehr coole Tage inmitten dieser genialen Stadt verbracht. Habe mir neben den bekannten Sehenswuerdigkeiten auch die Georgetown University angeguckt und bin immer noch total begeistert… Am Samstagabend war ich in sonem Laden namens „Rock ‘n Roll Hotel“ und hab mir da ganz geflegt mal n paar Bands angeschaut. Insgesamt ein super Wochenende!
???
Oktober 13, 2006
Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, denn eigentlich hatte ich heute vor wieder einen Beitrag fuer „Der Amerikaner an sich“ zu schreiben, aber seit gestern steht mein gesamter Auslandsaufenthalt definitiv unter einem anderen Stern…
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde naemlich einer der Security-Guards auf seiner naechtlichen Ueberwachungsrunde von einem Unbekannten attackiert und ist dann an den Folgen dieser Attacke gestorben und jetzt koennt ihr Euch wahrscheinlich schon vorstellen was hier unmittelbar los war, bzw. immer noch los ist. Unmengen von Polizei patroulliert nun ueber den Campus und wenn man den Fernseher anstellt, wird man immer wieder mit der Tragoedie konfrontiert. Hubschrauber kreisen ueber dem Gelaende und man kann gar nicht begreifen, was eigentlich geschehen ist. Irgendwie fuehlt man sich hilf- und machtlos zugleich, denn man ist diese Art von Gewalt einfach nicht gewoehnt und man weiss auch nicht wie man jetzt reagieren soll… Hysterie ist aber definitiv der falsche Weg!
Wollte Euch deshalb eigentlich nur mal informieren, dass er mir gut geht und dass sich keiner Sorgen machen muss, denn momentan ist der Campus der sicherste Ort der USA und ausserdem haelt man jetzt einfach zusammen und durchsteht diese schwierige Situation gemeinsam.
P.S.: Zeitungsbericht
Oh…Oh…Oktoberfest
Oktober 10, 2006Jodelahiti und ein allgemeines Gruess Gott!
Freitag war Oktoberfest und ich bin immer noch ganz begeistert wie die Diversitaet unserer deutschen Kultur zelebriert wurde oder soll ich doch lieber sagen, unserer bayrischen Leitkultur… Denn fuer den Amerikaner sind der adrette Schnauzbart-Gustl im Lederhosenchic und die barbusige Dirndl-Vroni Deutschland an sich. Bierselige Schunkelmusik und wohltemperiertes und ungewuerztes Ethno-Gemansch, das aus undefinierbarer Sauce, einem Hotdogwuerstchen, Rotkohl in einer mir bisher komplett unbekannten Form und lauwarme Kartoffelmasse bestand, waren der verdiente Lohn fuer meinen Mut mich als stolzer Repraesentant der norddeutschen Minderheit auf dem Oktoberfest blicken zu lassen.
Der als Bayer fuer Arme verkleitet DJ und die faeschen Deutschlandfaehnchen deuteten schon auf das Allerschlimmste hin und als dann auch noch Heino aus den Boxen droehnte war es um mich geschehen… Ging es noch weiter bergab? Ja! Nach einem Best of Oktoberfest-Fetenhits 96 Sampler, wurde dann auch noch die deutsche Nationalhymne gespielt. Waehrend ich mich mit der Nachspeise abkaempfte, hatten sich schon einige Familien um meinen Tisch versammelt, da sie die Minority of One ausgemacht hatten. Von nun an musste ich Fragen zu 10.000 Jahren germanischer Geschichte beantworten, den 2.Weltkrieg bilanzieren und natuerlich auch ueber unsere aktuelle Situation berichten, in Folge dessen sich dann doch die Zeit davon schlich und ich mich nach 2 1/2 Stunden von dannen machte…
Gude Freundeee kann niemoand drennen,…

Mmmmmmm, wie bei Muttern…
What goes in, must come out…
Oktober 6, 2006
Lecker Cozze…
Ich habe mich schon arg gewundert, als ich gestern nach einer antrengenden Partie Squash in mein Zimmer kam und dort eine Horde von groelenden und stockbesoffenen College-Kids vorfand, die sich schon mal die ein oder andere Pilsette eingefuehrt hatten und nun voellig aus dem Haeusschen waren. Mein lieber Herr Gesangsverein, das war schon eine reife Leistung fuer so einen Mittwochabend, vor allem wenn man bedenkt, dass wir uns Mitten in einer Klausurenphase befinden und es jeden Tag um die Wurst geht… Na ja, meine Begeisterung fiel jedoch rapide ab, nachdem ich mir gegen 1 Uhr eingestehen musste, dass diese Party wohl nicht so schnell enden wuerde und damit mein Traum von einer ruhigen Nacht wohl definitiv ausgetraeumt war. Demonstrativ legte ich mich in mein Bett und versuchte so an die Raison der Anwesenden zu appellieren, aber nichts geschah und langsam begann ich mich zu fragen, wann die Ersten wohl gehen wuerden, doch noch wurde mir mein allergroesster Wunsch nicht erfuellt. Die Baesse wummerten weiterhin und auch das Bier lief immer weiter… Eine gefuehlte Ewigkeit spaeter, so gegen 2.30 Uhr war die Party dann zu Ende und die Meisten gingen in ihre Zimmer. Die Meisten bedeutete in diesem Fall, dass alle bis auf ein Maedchen gingen, die es sich schonmal in dem Bett meines Roommates bequem gemacht hatte… 10 Minuten spaeter, nachdem auch er sich die Zaehne geputzt, das Licht ausgeknipst und sich zu ihr ins Bett gelegt hatte (und ich schon das Allerschlimmste befuerchtete…!!!), hoerte ich wie er sie fragte, ob alles in Ordnung sei („Are you allright?“), worauf ein vulkanausbruchaehnliches Grummeln aus der Magengegend ihr die Antwort abnahm. Er wiederholte die Frage und immernoch gab es keine Antwort aus ihrem Mund (haha)… Ploetzlich aufkommende Hektik und ein lautes Poltern deuteten nun darauf hin, dass die Antwort auf seine Frage schon unterwegs war und ich erspare mir jetzt die exakten Details der dann folgenden Minuten, denn diese ergeben sich nun wirklich aus dem Titel des Eintrags…
I like the smell…
P.S. : Das war immerhin schon das dritte Mal in sechs Wochen und es ist kein Land in Sicht (oder doch mehr Land als einem wirklich lieb ist…)
Last Laugh…
Oktober 4, 2006
Me? Hehe…I…hehe…Yes?…No?…Perhaps?…Maybe?…You got it?
Wer kennt das nicht? Da will man gerade mal ueber die deutsche Auslandspolitik der letzten 150 Jahre referieren und dabei ganz besonders auf die friesischen Auswanderfamilien eingehen und dann sowas… Mir faellt das richtige Wort nicht ein und weder dict.leo.org, noch Hand und Fuss koennen jetzt helfen. Stille und Verunsicherung treten ein, die ganze Aufmerksamkeit richtet sich nun auf mich. Doch das waere doch gelacht, wenn man da nicht etwas machen koennte… Also, man faengt einfach noch mal ganz von vorne an und an der entscheidenen Stelle baut man einen gekuenstelten und selten bescheuerten Lacher ein und hofft, dass das Gegenueber dies enweder als Spitzenelement der deutschen Feierabendrhetorik begreift oder einfach sofort peilt, dass man mal rein gar nichts ueber dieses Thema (und dass selbst als Deutscher) zu berichten weiss!!!
KEEP ON LAUGHING
Verfasst von maxva
Verfasst von maxva 
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